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Klaus Gagel, 2000-2008
8 Jahre FUTURES-TRADER


 




HIER SEHEN SIE EINE KLEINE AUSWAHL AUS DEM FUTURES-TRADER BUCHSHOP

 

Elektronisches Trading an den Terminbörsen

Teil 3 Orders

 

Orders an elektronischen Märkten werden in sogenannten "Orderbüchers" gesammelt. Dadurch daß i.d.R. ein fortlaufender Handel von Terminkontrakten durchgeführt wird, werden Orders, die sich gegenseitig entsprechen, in diesem Augenblick auch sofort gematcht.

Anders als bei Kursmaklern auf dem Parkett wird an einer elektronischen Terminbörse nicht gewartet und Orders gesammelt, auf der Basis derer dann ein "Kurs gemacht" wird, sondern ein Kurs wird immer dann "gemacht", wenn Orders zusammen treffen, die augenblicklich gematcht werden können, d.h. ein Kurs an einer elektronischen Börse sind Einzelgeschäfte derjenigen Orders, die in das Orderbuch fliessen und deren Ausführung aufgrund der bereits im Orderbuch bestehenden Orders möglich ist.

Die im Orderbuch stehenden Orders sind selbstverständlich bestehende Limit-Orders der Marktteilnehmer, die bereit sind nur zu diesem Preis ein Geschäft in dem jeweiligen Kontrakt abzuschliessen. Über die Sammlung aller Orders der verschiedenen Marktteilnehmer entsteht das Orderbuch. Im Orderbuch nicht zu sehen sind "Stop-Orders", die erst dann als "Market-Orders" ausgeführt werden, wenn der Stop-Preis erreicht wird.

Die Ausführung von "Market-Orders" ist immer daran gebunden, daß entsprechende Limit-Orders im Orderbuch vorliegen. Mit einer "Market-Order" verliert ein Handelsteilnehmer sein Preisbestimmungsrecht, und erhält eine Ausführung nur zu den Preisen, die andere Marktteilnehmer mit ihren Limit-Orders festgelegt haben. Außerdem verläßt sich der Geber einer Market-Order darauf, daß zu dem Zeitpunkt seiner Orderausführung an der Börse genügend Limit-Orders zur Verfügung stehen, um ihm einen für ihn akzeptablen Preis zu garantieren.

Will man dieses Risiko nicht eingehen, will seine Stop-Orders beispielweise nicht dem dann bestehenden Orderbild überlassen, sondern möchte eine Sicherheit einbauen, hat die Möglichkeit, eine Stop-Limit zu geben. Während einige Terminbörsen die Stop-Limit Order nicht akzeptieren, bieten einige Handelsplattformen, wie z.B. pats oder IB, die Möglichkeit, stop-limit Orders zu simulieren. Eine Stop-Limit Order wird als eine Limit-Order ins Orderbuch geschickt, wenn der Stop-Preis erreicht ist. Das Risiko besteht, daß der Geber der Stop-Limit keinen Fill erhält, weil z.B. der Markt nicht mehr die dann im Orderbuch stehende Limit-Order bedienen konnte. Unter praktischen Bedingungen ist es jedoch so, daß stop-limits fast immer ausgeführt werden, wenn der Limit-Preis einen oder zwei Ticks über dem Stop-Preis liegt.

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